Schritte auf dem Inklusionsweg

Diese Schritte markieren erste "Gehversuche", sie zielen auf eine wohlwollende Haltung aller Beteiligten gegenüber der Inklusionsthematik und auf realistische Umsetzungsmöglichkeiten.

Tage religiöser Orientierung (TrO) / Religiöse Schulwochen (RSW)
  • Das schulpastorale Angebot von Tagen religiöser Orientierung sowie Religiösen Schulwochen ist ein schulformübergreifendes. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser (außer-)schulischen Maßnahmen sind geübt in prozess- und teilnehmer-orientierter Leitung und Begleitung der Schülerinnen und Schüler von Förderschulen, Berufskollegs, Gymnasien, Gesamtschulen sowie Schulen der Sek I. Eine intensive Reflexion und Planung im Team ermöglicht einen am Individuum ausgerichteten Zugang.

    Die Inklusion von Schülerinnen und Schülern mit Behinderungen und die einhergehende zunehmende Heterogenität innerhalb einzelner Klassen stellt jedoch auch für uns eine Herausforderung dar, auf die wir uns in unterschiedlicher Art und Weise vorbereiten.

    So nähern wir uns im Verbund aller TrO- und RSW-Anbieter anhand von inhaltlich passgenau zugeschnittenen Klausurtagungen diesem Themenkomplex und schulen und begleiten die Honorarkräfte hinsichtlich der damit verbundenen Herausforderungen.

    Dazu dient auch die Auswertung bisheriger Erfahrungen mit inklusiven Gruppen und das Zur-Verfügung-Stellen dieser Auswertung in Schulen (Konferenzen, Gremien); auch sind Hospitationen in inklusiv arbeitenden Schulen und die Dokumentation dieser Erfahrungen geplant.

    Der fachliche Austausch mit den beteiligten Klassenlehrerinnen und -lehrern sowie das sensible Hinsehen und Hinhören auf die jeweiligen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler bleiben dabei unser wichtigstes "Handwerkszeug".

Qualifizierung von Schulseelsorgerinnen und -seelsorgern
  • Die Abteilung Schulpastoral (320) bietet das "Pastoralkolleg Schulseelsorge" an, eine berufsbegleitende Fortbildung für Pastoralreferent(inn)en, Priester und Lehrer(innen) aller Schulformen. Die Fortbildungsgruppe ist demzufolge heterogen zusammengesetzt – jede und jeder ist willkommen. Sie bietet die Möglichkeit, Fragen inklusiver Bildung und Seelsorge zu besprechen und erste Schritte in diese Richtung gemeinsam auszuprobieren. Teilnehmende aus Förderschulen, Teilnehmende mit Erfahrungen inklusiver Bildung und solche, die bisher noch keinen Kontakt zu inklusiver Bildung haben, lernen gemeinsam. Wir stärken und fördern den Austausch untereinander und bringen offensiv inklusive Themen ein (z. B. "leichte Sprache" im Gottesdienst). Da sich Schulseelsorge an alle richtet, die in der Schule leben und arbeiten, ist ein wesentlicher Schwerpunkt in der Fortbildung die Arbeit an der eigenen Haltung, die jedem Menschen seine Würde und Größe als Ebenbild Gottes zuspricht und ihm vorbehaltlos begegnet.

Zusammenarbeit mit Lehrerinnen und Lehrern
  • Zunehmende Inklusion verändert in erheblichem Maße den Lehrerberuf und schafft weitere Herausforderungen. Dem muss auch die Zusammenarbeit mit Lehrerinnen und Lehrern in den Angeboten des Referates "Professionalisierung und Supervision" Rechnung tragen, z. B. durch Begleitung von Kollegien, die sich auf den Weg der Inklusion machen, besonders in Fragen eines pädagogischen Konsenses, eines erweiterten Lehrerbildes, des Umgehens mit bislang unbekannten schulischen und unterrichtlichen Situationen.

    Bereits im Angebot ist ein vierteiliger Kurs "Damit Schule gelingt …". Darin kommt die Veränderung der Schullandschaft und daraus resultierender veränderter beruflicher Interaktionen im Berufsfeld deutlich zum Tragen. Die Frage der Inklusion wird innerhalb dieses Kursangebotes künftig eine bedeutendere Rolle spielen. In der Fortbildung der Beratungslehrerinnen und -lehrer an den freien katholischen Schulen nimmt die Inklusionsthematik künftig einen breiteren Raum ein.

Zusammenarbeit mit Eltern
  • Eine heterogenere Schülerschaft hat zwangsläufig Konsequenzen für die Zusammenarbeit mit Elternhäusern. In Zukunft werden die Gesprächs- und Beratungsangebote die Fragen, Wünsche und Anregungen berücksichtigen müssen, die Eltern rund um Schulwahl, Einschulung und Begleitung ihrer Kinder in veränderter Schullandschaft mitbringen. Dazu gehört auch die entsprechende Erweiterung des bis bisher angebotenen Spektrums für thematische Elternabende.

Kontakt

Bischöfliches Generalvikariat
Abteilung Schulpastoral

Geistlicher Rat Clemens Lübbers
Telefon: 0251 495-422 und -304
schulpastoral@bistum-muenster.de

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