Inklusive Bildung und Religionsunterricht

So wie inklusive Bildung in den Schulen Raum gewinnt, ist sie auch Grundlage des katholischen Religionsunterrichtes aller Schulformen, besonders in den Schulen der Primarstufe und der Sekundarstufe I, aber auch in den Gymnasien und den Berufskollegs.

Damit inklusiver Religionsunterricht gelingen kann, sind neben der Stimmigkeit der äußeren Rahmenbedingungen die Einstellung der Lehrerinnen und Lehrer zu den Möglichkeiten des Unterrichts in heterogenen Lerngruppen und auch die Fähigkeit, in heterogenen Lerngruppen kompetenzorientierten Religionsunterricht zu gestalten, Voraussetzung.

Während wir auf die Rahmenbedingungen an den öffentlichen Schulen kaum Einfluss nehmen können, sind die beiden weiteren Aspekte für unser berufliches Handeln von großer Bedeutung.

Dabei ist zunächst von großer Wichtigkeit, dass wir mit den Lehrerinnen und Lehrern gemeinsam durch überzeugendes Reden und  Handeln das Thema Inklusion positiv besetzen und die Bereitschaft fördern, Inklusion an den einzelnen Schulen und besonders in den Fachschaften Katholische Religionslehre zu einem eigenen  Thema zu machen und sie auch im Schulalltag umzusetzen und zu gestalten.  

Die Referenten der Abteilung 310 sind sich einig, dass es zur fachlichen Förderung des inklusiven Religionsunterrichtes nicht vorrangig um spezielle Angebote in Form bestimmter Veranstaltungen geht, sondern dass das Prinzip der Inklusion bei allen Fortbildungen - sobald auch didaktische und methodische Aspekte berührt sind – mitgedacht und thematisiert wird. Dies zeigt sich zum einen in einem werbenden und Verständnis fördernden Umgang mit der Inklusion unter Nutzung der Möglichkeiten, Inklusion auch theologisch und religionspädagogisch zu begründen (s. auch Heft Unsere Seelsorge Praxis mit dem Thema "Eingeladen sind alle" von Mai 2012). Zum anderen gebietet die Tatsache, dass immer mehr Religionslehrerinnen und Religionslehrer in inklusiven Klassen unterrichten, notwendigerweise für Fortbildungsveranstaltungen die Aufbereitung der unterrichtsrelevanten Themenkomplexe für heterogene Lerngruppen unter besonderer Berücksichtigung der verschiedenen Förderschwerpunkte.

Festzuhalten ist dabei, dass gerade im Religionsunterricht der Grundschule und der Gesamtschule bzw. Sekundarschule heterogenes Lernen schon immer bestimmend war und ist und jetzt durch eine Hinzufügung von Angeboten für die verschiedenen Förderbereiche weiter ausdifferenziert wird.

Dies bedeutet auch, dass viele der Fortbildungen für Lehrerinnen und Lehrer an Förderschulen eingegliedert sind in die Angebote für Lehrerinnen und Lehrer an Regelschulen.

Darüber hinaus gibt es wie in der Vergangenheit spezielle Angebote, die sich speziell dem Ziel der Förderung der Inklusion stellen.

Hilfreich dürfte außerdem sein, dass in der Mediothek und besonders in unserer Präsenzbibliothek Unterrichtsmaterialien und Bücher zu dem Themenschwerpunkt Inklusion vorhanden sind und damit den Lehrerinnen und Lehrern Hilfestellung zum Umgang mit der Thematik bieten.

Angebote für den Religionsunterricht

Kontakt

Bischöfliches Generalvikariat
Abteilung Religionspädagogik

Dr. Christian Schulte
Telefon: 0251 495-511
schulte@bistum-muenster.de 

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