Einführung

Inklusion ist verwirklicht, wenn Merkmale der Heterogenität wie Geschlecht, Behinderungen, Ethnie oder Begabungen nicht als Abweichungen von einer Normalität wahrgenommen werden, sondern in allen Lebensbereichen die Möglichkeiten geschaffen sind, dass sich Menschen mit ihren Besonderheiten gleichberechtigt einbringen können.

Inklusion erfordert deshalb, die Vielfalt der Gesellschaft und die Heterogenität der Menschen als normal anzuerkennen. Der Auftrag der Inklusion ist ein gesamtgesellschaftlicher, der sich auch und insbesondere auf die Schule bezieht. Der Ort inklusiver Bildung und gemeinsamen Lernens soll die allgemeine Schule sein.

Dieser Auftrag der inklusiven Bildung stellt für das Bistum Münster eine selbstverständliche Herausforderung dar. Denn das Anliegen der Inklusion ist ein spezifisch christliches, insofern das christliche Menschenbild von der aus der Gottesebenbildlichkeit des Menschen abgeleiteten unveräußerbaren Würde jedes einzelnen ausgeht.  

Eben diese Würde jedes Menschen verbietet seine Ausgrenzung. Es gilt daher gerade für kirchliche Schulträger und Schulen, sich für dieses Anliegen der inklusiven Bildung engagiert einzusetzen.

Dabei dürfen wir nicht übersehen, dass sich das Ziel der Inklusion angesichts derzeitiger Rahmenbedingungen nicht kurzfristig erreichen lässt. Für Gesellschaft und Schule ist die Verwirklichung von Inklusion also ein längerer Prozess, der beherzt und zugleich mit Augenmaß für die Belange der betroffenen Menschen anzugehen ist. Bei diesem Prozess dürfen wir weder abseits stehen, noch dürfen wir Forderungen erheben, die aufgrund der Rahmenbedingungen auch bei gutem Willen der Betroffenen nicht erfüllt werden können, da sonst der Prozess zur Inklusion selbst zur Behinderung wird. Wohl aber haben wir unsere Bemühungen in besonderem Maße auf das Gelingen dieses Prozesses zu richten.

Die Schulen sind auf dem Weg zu mehr inklusiver Bildung auf vielfältige Unterstützungsangebote angewiesen. Hierzu zählen neben sächlichen viele andere, insbesondere auch religionspädagogische, schulpastorale und schulfachliche Angebote. Diese Angebote gilt es zu entwickeln, zu erproben, zu erweitern und dabei so auszurichten, dass sie für den jeweiligen Stand des Inklusionsprozesses anschlussfähig sind und als wirksame Unterstützung in den Schulen erfahren werden.

Kontakt

Bischöfliches Generalvikariat
Hauptabteilung Schule und Erziehung

Dr. William Middendorf
Telefon: 0251 495-412
sekr.leitung-schule@bistum-muenster.de  

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